[Rezension] Troy Denning: Star Wars – Der Geist von Tatooine

Darth Vader und Imperator Palpatine sind tot, doch das Imperium lebt weiter. Han Solo, Prinzessin Leia und der Wookiee Chebacca setzen alles daran, einen verloren geglaubten Code aufzuspüren. Nur mit ihm können sie die in der Galaxis verstreuten Agenten der Neuen Republik erreichen, bevor die Schergen des Imperiums sie finden und eliminieren. Die Spur führt die Freunde nach Tatooine und zu dem Geist von Leias Vater Darth Vader. Dieses Zusammentreffen wird über das Schicksal der Galaxis entscheiden!

Leia, Han, Chewbacca und C-3PO sind auf einer Mission. Sie müssen das verloren geglaubte, alderaanische Gemälde „Killik-Zwielicht“ ersteigern, um zu verhindern, dass es in die Hände des Imperiums fällt. Denn in diesem Gemälde steckt ein alter Code der Rebellen. Sollte dieser vom Imperium geknackt werden, wäre der Schattenfunk der Rebellen in Gefahr und damit die gesamte Neue Republik. Deswegen sind sie auf dem Weg nach Mos Espa auf dem Planeten Tatooine, wo die Versteigerung des Gemäldes stattfinden soll.

Das Buch beginnt mit einer Kurzgeschichte über Han und Leia. Die frischvermählten Solos befinden sich in einem Urlaubsparadies, um dort die Corphelionischen Kometen zu besichtigen. Eine Idee Han Solos, um damit die Flitterwochen zu beginnen… Amüsant, süß, herzlich – und man erfährt sehr viel über die Beziehung der beiden.
Eigentliche Geschichte beginnt dann unmittelbar danach. Sie befinden sich nun mit Chewbacca und C-3PO im Rasenden Falken – kurz vor Tatooine.
Von Anfang an geht so einiges schief. Es kommt zu einem Gefecht zwischen Imperialen und dem Falken – welches im Übrigen total genial beschrieben wird.
Bei der Ersteigerung halten sich die Handelspartner nicht an die Abmachung und bieten weiter – obwohl das Limit der Solos längst überschritten wurde.
Dadurch sieht sich Leia gezwungen, das Gemälde zu zerstören. Das klappt nicht. Ausgerechnet Anakins bester Freund, stiehlt das Gemälde und rettet es somit vor der Zerstörung. Dadurch wird natürlich die Aufmerksamkeit der Imperialen natürlich noch stärker…
Und die Jagd nach Kitster und dem Gemälde beginnt. Und durch diese Jagd auf dem Planeten Tatooine fängt Leia an auf den Spuren Anakins zu wandeln. Und sie sieht sich gezwungen, ihre Meinung über Anakin zu überdenken. Allein diese Erinnerungen aus der Vergangenheit auf die sie stößt, sind furchtbar interessant und spannend. Vor allem, weil man genau weiß, was mit Anakin passiert ist in Episode I + II. Mit den vielen Vermutungen, die sie über ihren Vater anstellt, liegt sie gar nicht mal so daneben. Und als sie in das Lager der Tusken gerät, wo Shmi gefangen und gefolter wurde… Hui… Ich konnte stellenweise überhaupt nicht aufhören zu lesen! Die einzelnen Elemente der Gegenwart und Vergangenheit wurden so schön verknüpft und so professionell… Man will Leia umarmen und sie trösten. Man will Anakin trösten… *tief seufz*
Und auch die eigentliche Geschichte ist sehr spannend. Und man bekommt mit, wie sehr Han und Leia sich lieben und wie viel sie bereit wären füreinander aufzugeben…
Leia, die in ihrem Konflikt und ihrem Erben gefangen ist und… Nunja, ich denke sie hat ziemlich große Angst. Und Han, der sie ihm jeden Fall beschützt, sie unterstützt und ihr beisteht.
Und natürlich revidiert Leia am Ende ihre Meinung bzgl. Kinder. Das ist klar und das weiß jeder, der spätere Bücher gelesen hat. Aber die Art und Weise, wie sie das macht, ist wunderschön. Wenngleich es auch ein irgendwie typischer Hand-und-Leia-Dialog ist. 😀
Das Ende ist relativ offen. Aber das eigentliche, um das es in dieser Geschichte ging, ist abgeschlossen. Leia hat ihren Frieden mit sich selbst gefunden…

Nach der Hauptstory gibt es noch eine Kurzgeschichte, die von Chewbacca, Mallatobuck und ihrem aufmüpfigen und abenteuerlustigen Sohn Lumpy erzählt, der in große Schwierigkeiten gerät.
Diese Geschichte gefällt mir sehr gut. Man erfährt so einiges aus Chewies Sicht und auch über die Beziehungen der Wookiee-Familie. Das ist äußerst interessant – und für jeden, der die chronologisch später spielenden Geschichten liest, ist es noch einmal ganz, ganz schön eine Geschicht aus der Sicht Chewies zu lesen…

Dieses Buch ist ein Meisterwerk. Ich kann es jedem Fan nur wärmstens empfehlen. Im Übrigen muss man nicht unbedingt viel SW-Bücher gelesen haben, um die eigentliche Story zu verstehen. Es reicht auch, wenn man nur die Filme gesehen hat – was ich persönlich sehr angenehm finde, da ich bisher nicht viele SW-Bücher gelesen habe. (Und wenn nur solche, die keinen Bezug auf diese Geschichte haben…) Dieses Buch nimmt zwar teilweisen Bezug auf die Geschichten in den Büchern »Der Pakt von Bakura« und »Entführung nach Dathomir«, aber es ist auch nicht schlimm, wenn man diese Geschichten nicht kennt. Man versteht die Story auch so. 😉

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[Rezension] Alyson Noël: »Evermore – Das Schattenland«

Niemals wird Ever ihrer großen Liebe nahe sein können. Keine Berührung, keinen Kuss, nicht einmal eine Umarmung darf sie riskieren, sonst wird Damen ihr für immer entrissen werden, und seine Seele wäre auf ewig im Schattenland gefangen. Doch Ever will sich nicht damit abfinden. Irgendwie muss es ihr einfach gelingen, den Bann zu brechen. Als sie sich deshalb der Magie zuwendet, trifft sie unerwartet auf Hilfe: Der lässige Surfer Jude tritt plötzlich in ihr Leben, und es kommt ihr vor, als würde sie ihn schon lange kennen. Während ihre Liebe zu Damen immer komplizierter wird, scheint ihr der Umgang mit Jude umso leichter zu fallen. Ist Damen wirklich der Richtige für sie oder hält das Schicksal einen anderen Weg für sie bereit?

Ever quälen Gewissensbisse. Sie hat ein schlechtes Gewissen. Damen und sie dürfen sich nicht berühren. Jegliche Berührung ist tabu – sogar im Sommerland. Denn sie können es nicht riskieren, dass Damen stirbt und seine Seele auf ewig im Schattenland verdammt ist. Denn das wäre die Konsequenz daraus. Und all das ist allein Evers Schuld…

Der Anfang dieses Bandes regte mich schon auf der ersten Seite des ersten Kapitels auf. Alles war ganz typisch Ever. Sie hatte Damen nichts von den Ereignissen des letzten Freitags erzählt. Das ganze Wochenende schleppte sie all das, was sie angerichtet hatte, mit sich rum, ohne Damen auch nur ein Sterbenswörtchen davon zu sagen. Ein Glück holt sie das nach, kurz nachdem das erste Kapitel begann.
Es stellt sich bald heraus, dass die beiden mittlerweile jeglichen Hautkontakt meiden. Was meiner Meinung nach mehr als übertrieben ist, da Roman im letzten Band von jeglichem Flüssigkeitsaustausch gesprochen hatte. Dazu zähle ich persönlich nicht den Hautkontakt… Gut, auf jeder Haut ist ein Schweißfilm. Aber unter dem, was Roman im letzten Band beschrieben hat, habe ich tatsächlich etwas anderes verstanden. Nun gut, vielleicht liegt es an meiner Denkweise vielleicht aber auch nur an Alyson Noël, die von Flüssigkeitsaustausch auf Hautkontakt umgestiegen ist, um alles noch einmal viel dramatischer zu gestalten, als es ohnehin schon ist. Die Tatsache allerdings hat mich dennoch genervt mit den Augen rollen lassen.
Und die Tatsache, dass Ever tatsächlich in Erwägung zieht, zu Roman zu laufen und das Gegengift vom Gegengift zu erbetteln, macht es auch nicht gerade besser. Denn nach allem, was sie von Roman weiß, lügt er wie gedruckt und ist nur darauf aus, Schaden anzurichten. Wie kommt sie eigentlich auf die Idee, dass Roman tatsächlich ein astreines Gegengift vom Gegengift hat? Sie hat schon einmal ein Gegengift von ihm bekommen – und das hat sie ja erst in die Situation katapultiert, in der sie sich befindet. *seufz* Sie scheint echt nichts dazugelernt zu haben.
Sie trifft weiterhin die falschen Entscheidungen – und auch das macht sie mir nicht sympathischer. Im Grunde ist alles, was ich von ihrem Charakter weiß, dass sie gerne davonläuft und leider einen Faible dafür hat, die komplett falschen Entscheidungen zu treffen.
Allerdings finde ich sie wesentlich energischer als in den letzten Bänden – und das gefällt mir sehr gut.
Auch Romy und Rayne habe ich beide sehr ins Herz geschlossen und ich finde es gut, dass sie weiter an der Geschichte teilhaben. Mich nervt es allerdings sehr, dass Ever sich die beiden anscheinend ganz weit weg wünscht.
Die ganze Esoterik in den Bücher und die Sache mit der Reinkarnation gefällt mir auch sehr gut. Und auch mag ich Noëls Schreibstil.
Ja, es gibt sogar ein paar Zeilen in diesem Band, die ich so schön finde, dass ich sie sogar zitieren mag. U.a. folgende Zeilen: »Furcht trennt. Wer Angst hat, fühlt sich allein… abgetrennt. Aber Liebe… Liebe bewirkt genau das Gegenteil. Sie vereint.« (S. 404)
Die Geschichte hat nach wie vor gute Ansätze – auch wenn sie mir nicht wirklich gefällt. Ich mag Ever nach wie vor nicht. Es scheint mir, als würde es immer nur darum gehen, dass Ever eine falsche Entscheidung nach der anderen trifft und am Ende ist alles noch viel schlimmer als vorher. Und das nervt gewaltig.
Ich bin dennoch gespannt darauf, wie es weitergeht und auch wie es zwischen Haven und Ever weitergeht. Vielleicht begreift Ever ja endlich, dass sie Haven nicht gerade wie eine beste Freundin behandelt hat und sie holen das nun endlich nach… Gelegenheit dazu haben sie ja. Allerdings glaube ich nicht daran. Die Zeichen deuten eher darauf hin, dass Haven sich Roman anschließen wird.

[Rezension] Alyson Noël: »Evermore – Der blaue Mond«

Eigentlich könnte es so schön sein. Ever hat alles dafür getan, um endlich mit der Liebe ihres Lebens zusammen zu sein. Auch Damen will sie nie mehr missen. Durch die Jahrhunderte hindurch hat er Ever immer und immer wieder gesucht, gefunden und auch verloren. Jetzt ist sie so unsterblich wie er. Doch gerade als sie die ersten Tage mit ihrer großen Liebe genießen will, taucht plötzlich jemand in der Schule auf, der alles zu verändern droht – Roman, der bei allen äußerst beliebt ist, nur Ever kann ihn nicht ausstehen, obwohl sie nicht weiß warum. Zur gleichen Zeit verändert Damen sich, seine Kräfte scheinen schwächer zu werden, und plötzlich scheint er für Ever nicht mehr so zu empfinden wie zuvor. Während eines Dates lässt er sie sogar einfach stehen und verschwindet für ein paar Tage. Ever macht sich große Sorgen. Was mögen die Gründe für Damens rätselhaftes Verhalten sein und wen kann sie um Rat fragen?

Ever ist glücklich mit Damen. Sie haben alle Zeit der Welt. Er unterrichtet sie in den Künsten der Unsterblichkeit. Nichts auf der Welt würde die beiden noch trennen können.
Doch dann – in der Nacht verschwindet Damen plötzlich und lässt Ever sitzen. Das halbe Wochenende sucht Ever nach ihm – erfolglos. Montag geht sie wie immer in die Schule und da ist er plötzlich wieder. Doch nicht so wie vorher…
Nun versucht Ever herauszufinden, was ihren Freund so verändert hat und wie sie das wieder rückgängig machen kann, damit sie ihren geliebten Damen wieder zurückbekommt.

Der Band hat mir noch weniger gefallen als der erste.
Das Rumgeknutsche am Anfang war grauenhaft. Ever hat sich nicht mal ansatzweise versucht auf den Unterricht mit Damen zu konzentrieren. Sie hat andauernd versucht, wie sie ihn dazu bringen könnte, wieder stundenlang mit ihm rumzuknutschen… Sie benimmt sich wie ein dummes, kleines Teenie-Mädchen. Dumm, naiv und mir höchst unsympathisch.
Schnell wird klar, dass Damen mehr will als nur knutschen. Die ewige Diskussion darum ging mir ebenso auf den Keks, wie das eigentliche Geknutsche.
Auch verhält sich Ever gegenüber ihrer angeblich besten Freundin Haven genau so wie im ersten Band. Sie ist ihr keine gute Freundin – in meinen Augen. Während ich diesen Band gelesen habe, wurde mir mehr und mehr klar, dass Ever im Grunde gar nicht weiß, was Freundschaft ist. Mir kam es so vor, als wäre sie andauernd genervt von ihren Freunden und als der Punkt der Geschichte erreicht ist, wo sich urplötzlich alle von ihr abwenden, fehlen diese so genannten Freunde ihr auf einmal.
Noch dazu kommt, dass sich Ever verhält wie bei Drina damals. Sie wusste von Anfang an, dass sie Roman nicht mochte – obwohl sie nicht einen Anhaltspunkt dafür hatte. Sie wusste auch sofort, dass Roman für alles Geschehene verantwortlich war. Er war von Anfang an der Böse. Ever weiß dies von Anfang an. Somit wird auch nichts anderes dargestellt. Die Geschichte arbeitet die ganze Zeit daraufhin, dass Roman der Bösewicht ist. Es wird nicht einmal in Erwägung gezogen, dass auch jemand anders die Fäden in der Hand haben könnte.
Kaum ist Roman aufgetaucht, verhält sich Damen seltsam. Und als er dann verschwindet und Ever ihn erst am darauffolgenden Montag in der Schule wieder trifft, sind all seine Gefühle für Ever wie weggeblasen und man bekommt den Eindruck, er wäre übers Wochenende zum Fiesling mutiert.
Und da kommt dann wieder die Ever durch, die ich schon im ersten Band so unsympathisch fand. Jeder vernünftige Mensch, wäre ausgetickt und hätte Damen die Meinung gegeigt. Aber Ever steht nur da, mit zittriger kleiner Stimme. Sie ist klein mit Hut und völlig hilflos und fragt ihn nur ganz ruhig, wo er gewesen ist. Bloß keine Konfrontation. Es ist wieder wie damals, als sie zum Alkohol griff, um alles um sich herum auszublenden.
Eine gesunde Portion Wut und Aggression täte ihr wirklich mal ganz gut.
Aber so ist sie ja nicht. Immer, wenn ich gedacht habe »Okay, jetzt flippt sie gleich aus. Nun ist es endlich soweit.« hat sie mich wieder vollkommen vom Gegenteil überzeugt. Sie ist eine Protagonistin mit der ich mich nicht im geringsten identifizieren kann. Sie regt sich nicht mal richtig darüber auf, dass Stacia das „Unglücksvideo“ von ihr einfach bei YouTube online gestellt hat. Dabei könnte sie dagegen sogar rechtlich vorgehen – ihre Tante würde ihr da sogar bei helfen immerhin ist die ja sowas wie eine Star-Anwältin. Aber auch in diesem Band vertraut sie sich nicht im Geringsten Sabine an. Dabei könnte sie das wirklich, auch ohne ihr von dem Unsterblichkeits-Gedöns zu erzählen.
Naja, wenigstens vertraut sie sich dann teilweise Ava an. Ava – die Frau, die sie ja im ersten Band so verabscheut hat. Gemeinsam brechen sie bei Damen ein – und werden prompt erwischt, weil Ever einfach zu dämlich für so einen Job ist.
Natürlich rastet er aus. Wäre ich auch, würde jemand bei mir einbrechen. Aber obwohl Ever ganz genau weiß, dass sie ihn mit Worten nicht erreichen kann, da sie für ihn nichts weiter als ein Freak ist, versucht sie ihn dennoch mit Worten auf ihre Seite zu ziehen. Mit recht lahmen Worten natürlich – typisch Ever. Womit sie natürlich alles nur noch schlimmer macht. Sie macht sich absolut lächerlich. Und das nicht nur einmal.
Anstatt irgendetwas gegen das Mobbing in der Schule zu unternehmen, mit ihrer Tante darüber zu reden… Oder mit Ava… Läuft sie davon. Und das ist ja wirklich das, was sie am besten kann! Sie läuft davon, nimmt den Weg des geringsten Widerstandes. Anstatt zu kämpfen, anstatt etwas gegen ihre Probleme zu unternehmen!
Doch dann schafft sie es tatsächlich, ihre Freunde wieder zu normalisieren. Indem sie sie aus der Hypnose ganz einfach aufweckt, wie sie es einmal im Fernsehen gesehen hat. Dass sie das schon hätte viel, viel früher machen können ist ja egal… Und auch, dass man hypnotisierte Leute eigentlich meistens mit einer Art Codewort aufweckt, ist auch egal. Sie hat die Schüler nicht hypnotisiert. Das hätte also gar nicht funktionieren dürfen. Viel zu einfach und damit langweilig. Es wurde so viel Aufhebens darum gemacht, dass Ever so gemobbt wurde… Und am Ende weckt sie sie mit einer Leichtigkeit auf… Da denkt sich der Leser echt nur: »WTF?« So viel Lärm um nichts.
Und trotzdem ihre Freunde danach wieder normal sind, hält sie an dem Plan fest, zu verschwinden. Trotzdem sie in dem Moment hätte da bleiben können, da sie einen Teil ihrer Probleme ja gelöst hat und nun nur noch Damen zu retten brauch…
Aber sie muss ja davonlaufen…
Das Ende des Bandes ist genauso absurd wie schon das vorangegangene Geschehen. Ever stellt sich mal wieder superdämlich an und macht damit so ziemlich alles kaputt. Dabei wusste sie die ganze Zeit, dass sie Roman auf keinen Fall vertrauen darf – und sie vertraut dennoch lieber ihm als Rayne, die zwar unheimlich ist aber die ganze Zeit nur gute Absichten verfolgt hat.
Während ich den ersten Band nicht richtig schlecht fand, weil er wirklich ein paar schöne Ansätze hatte, finde ich diesen hier nur absurd und schlecht und würde ihn auf keinen Fall weiter empfehlen. Ich frage mich ehrlich, wie dieser Band ein Bestseller werden konnte…

[Rezension] P.C. Cast & Kristin Cast: »House of Night – Ungezähmt«

Das Leben ist zum Kotzen, wenn alle sauer auf dich sind. Frag mal Zoey Redbird – die kennt sich da aus. In nur einer Woche wird sie zur absoluten Außenseiterin: ihr enger Freundeskreis hat sie verstoßen. Jetzt bleiben nur noch zwei echte Freunde, aber die eine ist untot, und der andere ist nicht mal Gezeichnet. Außerdem hat Neferet den Menschen den Krieg erklärt und Zoey weiß tief in ihrem Herzen, dass das falsch ist. Zoeys Abenteuer im Vampyrinternat gehen plötzlich in eine verdammt gefährliche Richtung: Ihr Vertrauen wird auf eine harte Probe gestellt, schreckliche Pläne kommen ans Licht, und eine uralte, böse Macht erhebt sich.

Zoey und ihre Freunde vertragen sich zum Glück nach einiger Zeit wieder.
Auch die Geheimniskrämerei nimmt endlich ein jähes Ende. Die Freunde arbeiten wieder zusammen.
Aphrodite bekommt jedoch plötzlich erschreckende Visionen über Zoeys Tod. In zumindest einer von ihnen spielt Neferet eine Schlüsselrolle.
Neferets Versuch, den Menschen den Krieg zu erklären, wird vom Rat der Nyx abgeschmettert.
Doch am Ende kann nichts und wieder nichts, die Prophezeiung aufhalten, die Aphrodite in einer ihrer Visionen gesehen hat…
Dieser Band hat mir wieder sehr gut gefallen. Er ist durchgehend spannend und Zoey findet wieder zurück auf ihren Weg.
Die Geschichte bleibt jedoch sehr durchschaubar – aber das macht mir gar nix und nimmt mir auch nichts an der Spannung.
Zoey schließt Frieden mit ihren Freunden und sogar Erik redet wieder mit ihr.
Ich muss zugeben, ich fand es ein wenig albern, wie ihre Freunde im letzten Band reagiert haben. Sie haben ja nichts hinterfragt, sondern sich sofort von Zoey abgewandt. Deswegen war ich umso froher, als das Drama endlich vorbei war.
Die Sache mit Stark fand ich jedoch sehr seltsam… Und war mir – aufgrund von Zoeys vergangenen Männergeschichten – zuwider. Ich hoffe nur, dass sie nicht wieder in so einen Schlamassel gerät.
Aphrodite wird mir zunehmend sympathischer. 😀 Das Mädel hat echt was. Und das, wo ich sie am Anfang echt gehasst habe. Ich finde es auch gut, dass sie eine zweite Chance bekommt. Hätte ja auch ganz anders ablaufen können. So à la: »Du bist ’ne blöde Zicke, also verzieh dich.« Und damit wäre dann das Thema Aphrodite abgehakt gewesen.
Deswegen gefällt mir die jetzige Variante sehr gut.
Die Rabenspötter und die Legende in diesem Buch haben es mir total angetan. Da war ich echt hin und weg und ein wenig gegruselt habe ich mich auch.
Auch die Szene, die Erik Zoey vor der gesamten Schauspielklasse gemacht hat, fand ich total genial. Und verständlich! Und spannend war es auch total. Es wäre seltsam gewesen, wäre in dem Unterricht nichts passiert.
Ja, ich kann sagen, dieser Band hat mich total mitgerissen. Nicht so wie der letzte.
Als ich den Band durch hatte, habe ich das Gefühl gehabt, dass es jetzt erst so richtig los geht.

[Rezension] P.C. Cast & Kristin Cast: »House of Night – Erwählt«

Im House of Night sind dunkle Mächte am Werk. Plötzlich scheinen Zoeys Freunde ihre Feinde und ihre bisherigen Feinde ihre Freunde zu sein. Stevie Rae ist untot und kämpft darum, ihre Menschlichkeit nicht vollends zu verlieren. Und Zoey hat keine Ahnung, wie sie ihrer wirklich besten Freundin helfen soll, aber sie weiß, dass sie niemandem mehr vertrauen kann. Als es kaum noch schlimmer kommen kann, werden Leichen gefunden: ermordete Vampyre! Zoeys Mut wird auf die bislang härteste Probe gestellt.

Band 3 der Reihe »House of Night«.
Während mir die ersten beiden Bände super gefallen haben, gefällt mir dieser hier weniger. Mir gefällt es nicht, welche Richtung Zoey in diesem Band einschlägt – auch wenn das teilweise auf Neferets Mist gewachsen ist.
Aber nur teilweise, denn Zoey ist selber blöde genug, sich von Loren Blake verführen zu lassen, den Neferet auf Zoey angesetzt hat.
Zoey ist zu blöd, um mit ihrem Exfreund Heath endgültig Schluss zu machen bzw. endlich mal ein Machtwort zu sprechen. Ein klares „Nein“ zu donnern. Gut, sie hängt an ihm und das schon ihr halbes Leben… Und dann noch die Sache mit der Prägung… Aber ehrlich, das Heath-Theater nervte mich schon. Das war sowas von unnötig und ich hab mich gefragt: Warum musste das überhaupt noch sein?
Die Frage konnte ich mir nicht beantworten.
Und das mit Loren… Ich kann nicht fassen, dass Zoey so saublöd gewesen ist in die wirklich offensichtliche Falle zu tappen. (Das ahnte ich schon voraus – und ich bin nicht gerade eine Meisterin im Vorausahnen von Geschichten…)
Ich glaube, die Loren-Sache hat mich an diesem Band am meisten gestört. Das war für mich einfach total absurd und krank, was da abgelaufen ist.
Und dann die Sache mit ihren Freunden am Ende. Ich find es völlig übertrieben, wie sie reagiert haben. Gut, ich fand es auch bescheuert, dass Zoey ihren Freunden nichts von Neferet erzählt hat… Die Gelegenheit gab es dann ja endlich – und sie schweigt… Aber dieses Übertriebene… Das war mir zu viel. Sie haben nicht einmal großartig mit ihr versucht zu reden… Naja, vielleicht brauchen sie auch einfach Zeit. Aber ich hab das Gefühl, dass aus der Sache noch ein riesiges Drama draus gemacht wird…
Nunja, aber es war nicht alles schlecht an diesem Band. Der Schreibstil gefällt mir weiterhin – auch wenn die Ausdrucksweise echt teilweise sehr grob ist. Aber das nervt mich nach wie vor nicht und find ich sogar ganz gut. Ich hab in diesem Band noch viel stärker das Gefühl gehabt, als würde Zoey Tagebuch schreiben.
Der Schreibstil sorgt dafür, dass man das Buch schnell durchlesen kann. Es liest sich leicht und flüssig.
Es gibt viele spannende Stellen, wo ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Die mich fesselten und mich in ihren Bann zogen.
Ich find es toll, dass Aphrodite nicht mehr als unglaublich böse Zicke dargestellt wurde und Zoey sich sogar mit ihr anfreunden konnte. Ich find es nur schade, was am Ende mit Aphrodite passieren musste. 😦
Und nie und nimmer hätte ich es gedacht, dass Stevie Rae noch zu retten ist! Wow. Damit hab ich echt nicht gerechnet. Obwohl die Lösung irgendwie doch zu einfach war, wenn man es genau überdenkt. Aber mal schauen, was da noch passiert. So ganz in Ordnung scheint sie doch nicht zu sein.
Am Ende des Buches scheint es wieder bergauf zu gehen. Neferet und Zoey geraten in der Schule aneinander – was bitter nötig war. Nun sind die Fronten jetzt allemal geklärt. Interessant finde ich es, dass Erik die Szene mitbekommen hat…
Ja, das Ende lässt mich hoffen, dass der nächste Band wieder besser wird.
Ich bleibe gespannt.

[Rezension] Suzanne Collins: »Die Tribute von Panem – Flammender Zorn«

MÖGE DAS GUTE SIEGEN!
MÖGE DIE LIEBE SIEGEN!

Katniss lebt! Schwer verletzt wurde sie von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Allerdings ist sie damit noch lange nicht außer Lebensgefahr. Doch Katniss‘ einzige Sorge gilt Peeta, der in den »Hungerspielen« sein Leben für sie gelassen hätte. Die Regierung hat ihn gefangen genommen, ihn gefoltert und seinen Willen gebrochen, um ihn als Werkzeug für ihre Zwecke zu missbrauchen. Das Ziel des Kapitols: die endgültige Vernichtung der Aufständischen. Und zu denen zählt auch Gale, Katniss‘ treuer Freund aus Kindertagen…

Dieser Band ist sehr tragisch. Was ist aus der Katniss der ersten beiden Bände geworden? Sie wirkt finsterer, erwachsener… Nunja, kein Wunder. Sie hat sehr viel durchmachen müssen. Ist sogar in psychiatrischer Behandlung. Logischerweise.
Sie denkt, sie ist clever, wenn sie Bedingungen aufstellt, um der Spotttölpel zu sein. Nur um zu erfahren, dass sie nun zwar keine Marionette des Kapitols mehr ist… Spotttölpel zu sein bedeutet jedoch mehr oder minder zur Marionette der Rebellen zu werden.
Ein Schicksalsschlag jagt den nächsten. Der Band steckt voller Überraschungen – genau wie die Bände davor. Nur anders. Dieser Band ist düsterer…. Trauriger. Aber nicht weniger fesselnd.
Alle sind sie froh darüber, Peeta aus dem Kapitol gerettet zu haben. Und ich dachte schon: Jetzt passiert endlich mal was Positives. Jetzt hat Katniss endlich mal Glück!
Und schwupps bringt er sie fast um, weil er nicht mehr er selbst ist…
Liest man diesen Band, kommt es einem vor, als wären die vorigen Hungerspiele nur eine Art grausames Vorgeplänkel gewesen. Als würde es erst jetzt richtig zur Sache gehen. Was auch dazu beiträgt, dass Katniss zunächst nicht weiß, was sie anstellen soll.
Und am Ende des Bandes, wo man denkt, dass sie ihrem Ziel, Snow zu töten, endlich näher kommt, kurz davor es zu erreichen, muss Katniss noch einen Schlag einstecken. Ein unvorhergesehenes Ereignis, womit weder der Leser noch Katniss gerechnet haben… Ein Schicksalsschlag, der Katniss jeglichen Wunsch nach Leben nimmt. Der ihr total die Energie raubt. Fortan ist sie nur noch eine leere Hülle. Und das weitere Geschehen wird in einer Art Zeitraffer erzählt, weil Katniss aufgrund ihres Zustandes auch jegliches Zeitgefühl verlor bzw. sich für so etwas wie Zeit nicht mehr interessierte.
Bis zu dem Punkt an dem sie auf den gefangen genommenen Snow trifft…
Ab da an wird alles anders, denn auch hier passiert etwas Überraschendes. Etwas, was ich mir jedoch gewünscht habe. Anstatt Snow zu töten, begreift Katniss innerhalb weniger Sekunden, wer die Bomben wirklich aus dem Hovercraft warf… Und wessen Befehl den Anlass dazu gab… Coin ist nämlich die Verantwortliche. Ihre Absichten, sind denen des Kapitols nicht gerade unähnlich. Das wird nicht nur dadurch deutlich, dass Coin den Vorschlag machte, erneut die Hungerspiele ins Leben zu rufen – wie sie sagt ein allerletztes Mal – um die Menschen im Kapitol zu bestrafen, ohne gleich alle abschlachten zu müssen…
Coin nimmt auch genauso wenig Rücksicht auf Verluste, wie seinerzeit Snow. Deswegen war ich umso erfreuter, als der Pfeil das Ziel namens Coin traf.
Infolgedessen wird Katniss in Gewahrsam genommen und dreht dort völlig durch… Sie denkt, sie würde hingerichtet werden, dabei wird sie nur nach Distrikt 12 verbannt. Nach Hause.
Dort angekommen versinkt sie in ihrem Kummer – über Monate hinweg.
Tja und das Ende? Das wird hier nicht verraten. 😛 Es ist zwar aufgrund der Ereignisse nicht gerade ein Happy End – dennoch ist es – in meinen Augen – ziemlich schön. Man ist froh, dass Katniss doch noch so etwas wie glücklich werden konnte. Und man ist froh darüber, dass Peeta sich selber wiedergefunden hat….
Eine Art Neuanfang, den die beiden in Angriff nehmen.

Sehr lobenswert, was Suzanne Collins da zusammengeschrieben hat. Ein wirklich gutes Werk. Sehr gut.
Und ich muss zugeben: Teilweise habe ich mich in Katniss wiedergefunden. Ihre rebellische und biestige Art… Ja, so ein bisschen bin ich auch. 😀
Katniss ist auch mal eine Protagonistin die wirklich ihre Ecken und Kanten hat. Sie zeigt Schwächen auf, will im ersten Moment lieber fliehen als kämpfen.
Sie hat echt Charakter – und das macht sie mir so sympathisch.

Diese Buchreihe kann ich wirklich nur weiter empfehlen!! Aber Obacht: Leser mit schwachen Nerven sollten die Finger davon lassen. Denn teilweise standen mir echt die Tränen in den Augen… Und das ist ein gutes Zeichen – denn so eine Reaktion haben nur wenige Bücher in mir hervorgerufen.

[Rezension] Suzanne Collins: »Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe«

MÖGE DER BESSERE GEWINNEN!

Während Katniss und Peeta noch in ganz Panem als das tragische Liebespaar gefeiert werden, droht den beiden bereits neue Gefahr. Denn Katniss ist mittlerweile zu einem Symbol des Widerstands geworden, der sich in einzelnen Distrikten erhebt, und das kann das Kapitol nicht dulden. Verzweifelt versucht sie, ihre Familie und vor allem Gale vor der Gewalt der Regierung zu schützen. Doch da sind auch noch ihre verwirrenden Gefühle für Peeta, die sich einfach nicht leugnen lassen. Und dann geschieht das Unfassbare! Katniss und Peeta müssen zurück in die Arena und diesmal wird es nur einen Überlebenden geben können…

Ich weiß noch nicht genau, ob ich diesen Band besser finde als den ersten. Ich tendiere allerdings sehr stark dazu. Aber er gefällt mir zumindest genauso gut.
Dieser Band ist einfach… wow!
Katniss‘ Verzweiflung kommt so verdammt gut zur Geltung, dass selbst ich Tränen der Wut und der Hoffnungslosigkeit in den Augen hatte – und das passiert nicht oft, wenn ich Bücher lese. Dass ich so derartig mitgerissen werde.
Am Anfang denkt man immer mehr: »Ohje, das geht alles schief. Es bricht alles zusammen… Das kann nicht mehr gut werden.«
Und dann kommt die Horrorbotschaft: Zum Jubel-Jubiläum werden aus jedem Distrikt ein männlicher und ein weiblicher Sieger für die Hungerspiele ausgewählt. Und diesmal wird das Kapitol bestimmt nicht zulassen, dass zwei Tribute gewinnen. WUMM.
Distrikt 12 hat nur drei Sieger. Katniss, Haymitch und Peeta. Heftig…
Man rechnet die ganze Zeit mit dem schlimmsten. Man fühlt mit Katniss ist genauso verwirrt wie sie – ihre Angs und Panik kann man fast greifen.
Doch dann gibt es am Ende eine Wendung. Das Ruder wird so derartig herumgerissen, dass man am Ende nur denken kann: »WTF? « Man rechnet absolut nicht, dass es so ausgeht, wie es letztlich ausgeht. Und das ist sehr, sehr gut! Das gefällt mir verdammt gut!
Ja… Suzanne Collins, weiß wirklich, was sie tut. Einfach der Hammer.